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Citizen Science
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Mit Citizen Science (auch BĂŒrgerwissenschaft oder BĂŒrgerforschung) werden Methoden und Fachgebiete der Wissenschaft bezeichnet, bei denen Forschungsprojekte unter Mithilfe von oder komplett durch interessierte Laien durchgefĂŒhrt werden. Sie formulieren Forschungsfragen, recherchieren, melden Beobachtungen, fĂŒhren Messungen durch, publizieren oder werten Daten aus. Im Bereich der Geisteswissenschaften, in denen fĂŒr Forschung außerhalb der Wissenschaft der Begriff Public Humanities verbreitet ist, wird selten auch der Begriff Citizen Humanities verwendet.cite-ref-1[1]

Contents

‱ Definition
‱ Geschichte
‱ Schweiz
‱ Deutschland
‱ Beispiele
‱ Deutschland
‱ Schweiz
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Definition

Der Begriff Citizen Science (CS) kennt mehrere UrsprĂŒnge und unterschiedliche Konzepte.cite-ref-re-po-2-0[2] Rick Bonney in den USA und Alan Irwin im Vereinigten Königreich definierten ihn Mitte der 1990er-Jahre unabhĂ€ngig voneinander.cite-ref-re-po-2-1[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] Alan Irwin definiert CS im Bezug auf „seine Entwicklung von Konzepten wissenschaftlicher BĂŒrgerschaft, welche die Notwendigkeit hervorheben, die Wissenschaften und Wissenschaftspolitik fĂŒr die Gesellschaft zu öffnen“.cite-ref-re-po-2-2[2] Rick Bonney definiert CS mit Bezug auf „gesellschaftliche Beteiligungs- und Wissenschaftskommunikationsprojekte“.cite-ref-re-po-2-3[2]

Die Begriffe Citizen Science und Citizen Scientists fanden im Jahr 2014 Eingang in das Oxford English Dictionary.cite-ref-5[5] Citizen Science ist hier definiert als „wissenschaftliche Arbeit, die von Mitgliedern der allgemeinen Öffentlichkeit vorgenommen wird, oft in Zusammenarbeit mit oder unter der FĂŒhrung von professionellen Wissenschaftlern oder wissenschaftlichen Institutionen.“cite-ref-oxford-english-dictionary-6-0[6] Der Citizen Scientist wird, im modernen Sinne, definiert als „Wissenschaftler, dessen Arbeit durch ein VerantwortungsgefĂŒhl, dem Interesse der allgemeinen Öffentlichkeit zu dienen, charakterisiert ist“ oder als „ein Mitglied der Gesellschaft, das an wissenschaftlicher Arbeit teilnimmt, oft in Zusammenarbeit oder unter der FĂŒhrung von professionellen Wissenschaftlern oder wissenschaftlichen Institutionen“.cite-ref-oxford-english-dictionary-6-1[6]

Bevor der Begriff im Oxford English Dictionary aufgenommen wurde, wurde das Green Paper on Citizen Science veröffentlicht. In diesem wird der Begriff Citizen Science definiert als „aktive Beteiligung der Bevölkerung in wissenschaftlicher Forschung in Form von intellektueller Mitarbeit, Beisteuerung von lokalem Wissen oder Bereitstellung von ihnen zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln und Ressourcen. Teilnehmende stellen Daten und Einrichtungen professionellen Wissenschaftlern zur VerfĂŒgung, stellen neue Fragen und gestalten eine neue wissenschaftliche Kultur mit. WĂ€hrend dieses Prozesses erwerben die Citizen Scientists in einer anregenden Art und Weise neues Wissen oder FĂ€higkeiten oder ein tieferes VerstĂ€ndnis wissenschaftlicher Arbeit. Als Resultat dieses offenen, vernetzten und transdisziplinĂ€ren Szenarios werden Interaktionen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik verbessert. Sie fĂŒhren zu einer demokratischeren Forschung, basierend auf dem fundierten Wissen darĂŒber, wie wissenschaftliche Forschung entweder zur GĂ€nze oder teilweise durch Partizipation mit nichtprofessionellen Forschenden durchgefĂŒhrt wird.“cite-ref-7[7]

Citizen Science kann von freiwilligen Einzelpersonen, Gruppen oder Netzwerken durchgefĂŒhrt werden. Citizen Scientists arbeiten meist mit professionellen Wissenschaftern zusammen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Große Freiwilligennetzwerke ermöglichen es Wissenschaftern Aufgaben zu erledigen, die mit herkömmlichen Methoden zu teuer oder zu zeitaufwĂ€ndig wĂ€ren.

Viele Citizen-Science-Projekte verfolgen Bildungsziele.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] Diese Projekte wurden fĂŒr einen formellen Rahmen im Klassenzimmer oder im informellen Rahmen wie zum Beispiel in einem Museum gestaltet. Citizen Science hat sich in den letzten 40 Jahren weiterentwickelt. Derzeitige Projekte konzentrieren sich mehr auf wissenschaftlich fundierte Methoden und messbare Ziele der öffentlichen Bildung.cite-ref-11[11] Moderne Citizen Science unterscheidet sich von Citizen Science, wie sie frĂŒher durchgefĂŒhrt wurde, vor allem durch die unterschiedlichen Möglichkeiten der öffentlichen Beteiligung; vor allem der technologische Fortschritt wird fĂŒr die zunehmende PopularitĂ€t von Citizen-Science-AktivitĂ€ten verantwortlich gemacht.cite-ref-12[12] Zahlreiche Projekte haben Bezug zur Umweltpolitik,cite-ref-13[13] Umweltforschung und Ökologie.cite-ref-14[14]

Alternative Definitionen

Andere Definitionen fĂŒr Citizen Science wurden ebenfalls vorgeschlagen. Bruce Lewenstein des Communication and S&TS Departments der Cornell University beschreibt drei mögliche Definitionen:cite-ref-lewenstein-2004-15-0[15] Die Beteiligung von Nichtwissenschaftlern in der Datensammlung nach einem spezifischen, wissenschaftlichen Protokoll einerseits und andererseits in der Analyse und Interpretation der Daten.cite-ref-lewenstein-2004-15-1[15] Das Engagement von Nichtwissenschaftlern in der Entscheidungsfindung bei politischen Prozessen, die technische oder wissenschaftliche Bestandteile haben.cite-ref-lewenstein-2004-15-2[15] Das Engagement von Wissenschaftlern in demokratischen und politischen Prozessen.cite-ref-lewenstein-2004-15-3[15]

Wissenschaftler und Gelehrte, die andere Definitionen gebrauchten, waren unter anderem Frank von Hippel, Stephen Schneider, Neal Lane und Jon Beckwith.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Andere alternative Terminologien wĂ€ren „BĂŒrgerwissenschaft“ oder „BĂŒrgerwissenschafterInnen“.cite-ref-19[19]

In weiterer Folge bietet Muki Haklay eine Übersicht der Formen von bĂŒrgerlicher Beteiligung in Citizen Science an. Diese reichen von „Crowdsourcing“ (Level 1), bei dem BĂŒrger als Sensoren dienen, ĂŒber „verteilte Intelligenz“ (Level 2), bei der BĂŒrger zur Mustererkennung eingesetzt werden, zu „Beteiligungswissenschaft“ (Level 3), bei der sich BĂŒrger bei der Definition der Fragestellung und der Datensammlung beteiligen, bis hin zu „extremer Citizen Science“, welche die Zusammenarbeit zwischen BĂŒrgern und Wissenschaftlern in der Definition der Fragestellung, Datensammlung und Datenanalyse umfasst.cite-ref-20[20]

Ein 2014 in Mashable erschienener Artikel definiert Citizen Scientists als: „Alle, die freiwillig Zeit und Ressourcen fĂŒr wissenschaftliche Forschung in Partnerschaft mit professionellen WissenschaftlerInnen aufwenden.“cite-ref-21[21]

Verwandte Bereiche

Volunteer-Computing-Projekte verwenden das Internet um den Vorteil verteilter Systeme zu nutzen. Diese Projekte sind generell passiv. Die Rechenleistung wird von freiwillig zur VerfĂŒgung gestellten Computern geleistet und benötigt wenig Mitwirkung, bis auf die einmalige Einrichtung. Hier bestehen Differenzen, inwiefern solche Projekte als Citizen Science zu bezeichnen sind. Der Astrophysiker und Galaxy Zoo GrĂŒnder Kevin Schawinski meint dazu: „Wir bevorzugen [Galaxy Zoo] als Citizen Science zu bezeichnen, weil es eine bessere Beschreibung dessen ist, was man macht; man ist ein normaler BĂŒrger, aber man betreibt Wissenschaft. Crowd sourcing klingt ein bisschen wie, man ist nur ein Teil einer Crowd und das ist man nicht, man ist ein Mitarbeiter. Man ist durch die Teilnahme proaktiv in den Wissenschaftsprozess eingebunden.“cite-ref-22[22]

Citizen Engineering (sinngemĂ€ĂŸ BĂŒrger-Ingenieurwesen) beschreibt die Organisation zivilgesellschaftlicher Gruppen und Einzelpersonen zur Lösung technischer Herausforderungen,cite-ref-23[23] beispielsweise durch Commons-based Peer-Production und Open-Source-Hardware. Pilotprojekte dienten dazu, fachfremde Studierende in einem interdisziplinĂ€ren Umfeld mit Grundlagen des Ingenieurwesens vertraut zu machencite-ref-24[24] und qualitativ hochwertige Entwicklungen zu crowdsourcencite-ref-25[25].

Grenzen von Citizen Science

In einem 2008 vom U.S. National Park Service publizierten Forschungsbericht Ă€ußern Brett Amy Thelen und Rachel K. Thiet Bedenken, die zuvor bereits in der Literatur zur Aussagekraft von durch Freiwillige gesammelte Daten erwĂ€hnt wurden.cite-ref-cape-cod-cs-26-0[26]

Bestimmte Projekte sind vielleicht nicht fĂŒr Freiwillige geeignet, zum Beispiel, wenn komplexe Forschungsmethoden verwendet werden oder mĂŒhselige oder sich wiederholende Arbeiten erforderlich sind.cite-ref-cape-cod-cs-26-1[26]

Wenn Freiwillige nicht in Forschungs- und Monitoringprotokollen unterrichtet sind, laufen sie Gefahr, die Daten zu verzerren.cite-ref-cape-cod-cs-26-2[26] Freiwillige können Daten verfĂ€lschen. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn PrĂ€mien als Anreiz zur Beteiligung ausgesetzt werden.cite-ref-cape-cod-cs-26-3[26] Besonders die Frage der Genauigkeit der Daten bleibt unbeantwortet. Der GrĂŒnder des Lost Ladybug Citizen Science Projekts, John Losey, argumentiert, dass die KosteneffektivitĂ€t von Citizen Science Daten die QualitĂ€tsbedenken aufwiegen, wenn letztere ordentlich gehandhabt werden.cite-ref-ladybeatles-27-0[27] Graber & Graber stellten die medizinische Ethik von Crowdsourcing im Internet im Journal of Medical Ethics.cite-ref-graber-1-28-0[28] in Frage. Sie haben die Auswirkungen von Spielen im Crowdsourcing Projekt Foldit analysiert. Sie folgern: “Spiele können mögliche negative Effekte haben und den Benutzer zur Beteiligung manipulieren.” Im MĂ€rz 2015 verabschiedete der US-Bundesstaat Wyoming neue Gesetze (Senate Files 12 und 80), die das Sammeln von Umweltdaten im Namen der US-Regierung strafbar machen.

Geschichte

Bis zur Spezialisierung der Wissenschaften Ende des 18. Jahrhunderts, dem Aufkommen von technischen UniversitĂ€ten und der Ausbildung eines modernen Wissenschaftsbetriebs war die Citizen Science sogar die Regel, von Francis Bacon ĂŒber Isaac Newton und Leibniz bis Benjamin Franklin, Charles Darwin und Karl Marx. Im 19. Jahrhundert entstanden bĂŒrgerschaftlich getragene wissenschaftliche Vereine z. B. zur Naturkunde. Die eigenstĂ€ndigen ForschungsverbĂŒnde konnten selbstbestimmten Forschungsprogrammen folgen und eine andere Art von Wissen fördern als das an UniversitĂ€ten gelehrte. Sie boten aber auch eine intellektuelle und institutionelle Basis fĂŒr die GrĂŒndung neuer UniversitĂ€ten wie z. B. die UniversitĂ€t Frankfurt. Aus sozialistischen Bewegungen gingen z. B. Arbeiterbildungsvereine hervor, die eigene Wege der Forschung insbesondere zu den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik entwickelten und die ihrerseits neue Forschungsfelder fĂŒr UniversitĂ€ten z. B. Soziologie eröffneten.

Im 20. Jahrhundert wurde Citizen Science vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften betrieben, deren Forschungen weniger von aufwĂ€ndigen und teuren technischen Apparaturen abhĂ€ngig sind als die naturwissenschaftliche Forschung. Angesichts von technischen und sozialen VerĂ€nderungen durch die Industrialisierung wurden von interessierten BĂŒrgern, die sich z. B. in Initiativen organisierten (Neue Soziale Bewegungen), gesellschaftlich relevante Fragen in Bereichen wie Umweltverschmutzung und Naturschutz oder zur Lokalgeschichte und Alltagskultur aufgeworfen, denen sich dann unter anderem bĂŒrgerschaftlich getragene Geschichtsvereine und -werkstĂ€tten zuwandten.

Im Zuge der kommunikativen Vernetzung durch das Internet, der Zunahme an sozialen Netzwerken, einem Pervasive computing und der Entwicklung und Verbreitung von Mikroelektronik wird die AusĂŒbung einer BĂŒrgerwissenschaft immer einfacher: Je mobiler und kleiner die technischen GerĂ€te werden (IR-Spektrometer, Mikroskope, Tomographen, schnell verfĂŒgbare Karten und Luftbilder etc.), desto einfacher handhabbar sind sie fĂŒr den BĂŒrger.

Verfechter einer Citizen Science bzw. „Demokratisierung von Wissenschaft“ waren Paul Feyerabend sowie Erwin Chargaff,cite-ref-30[30] der die finanzstarke, von staatlichen Zuwendungen abhĂ€ngige technokratisch-bĂŒrokratische Wissenschaft seit 1950 kritisierte und wieder fĂŒr eine „Amateur-Wissenschaft“ plĂ€dierte, also eine Wissenschaft, ausgeĂŒbt nicht von UniversitĂ€ten und Experten, sondern von bĂŒrgerlichen „Amateuren“, die im Wortsinne die Forschung „liebend“ bzw. aus persönlicher Neigung heraus betreiben.

Ob die BĂŒrgerwissenschaft allerdings eine gangbare Alternative darstellt, die fĂŒr mehr Transparenz und demokratische Steuerung in den Wissenschaften sorgen kann, wird sehr kontrovers diskutiert.cite-ref-joachim-m-ller-jung-31-0[31]cite-ref-32[32]

„Dass die BĂŒrgerforscher neue epistemische Standards setzen, war, obgleich Peter Finkes [propagierte] ‚citizen scientists‘ seit der AufklĂ€rung lĂ€ngst hilfreich mitwirken im wissenschaftlichen Routinebetrieb, weder fĂŒr Thomas S. Kuhn vorstellbar noch fĂŒr Karl Popper oder den wissenschaftlichen Demokraten schlechthin, Ludwik Fleck. Es wĂ€re wohl auch ein RĂŒckschritt in die Zeiten, als die Wissenschaft gezwungen war, ihre AutoritĂ€t und Erfolge gegen Pseudowissenschaften aller Art zu verteidigen.“

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Joachim MĂŒller-Jung

Im weiteren Sinn ist auch die Autorenschaft in der Wikipedia hĂ€ufig eine Form von Citizen Science, denn Sachartikel zu wissenschaftlichen Themen werden nicht selten von fachfremden Autoren geschrieben. Allerdings entfĂ€llt bei Wikipedia der Forschungsaspekt der BĂŒrgerwissenschaft, da sie als EnzyklopĂ€die nur gesichertes Wissen darstellt.cite-ref-33[33] Anders sieht es bei dem ebenfalls von der Wikimedia Foundation gestarrten Projekt Wikiversity aus. Dort soll neben dem Erstellen und Bearbeiten von freien Lern- und Lehrmaterialien auch Forschung stattfinden.cite-ref-34[34]

Österreich

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts werden mit Hilfe der Bevölkerung an der Zentralanstalt fĂŒr Meteorologie und Geodynamik phĂ€nologische Beobachtungen durchgefĂŒhrt.cite-ref-35[35] Eine jahrzehntelange Tradition in der Einbindung von BĂŒrgern findet sich auch in der Ornithologie, woraus zum Beispiel der österreichische Brutvogelatlas entstanden ist.cite-ref-36[36] 2006 ging die Plattform naturbeobachtung.at online, wo Daten zur Artenvielfalt in Österreich eingetragen werden können.cite-ref-37[37]

Im Jahr 2014 wurde die erste österreichische Citizen Science Online-Plattform „Österreich forscht“ von der Arbeitsgruppe Citizen Science an der UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur Wien gegrĂŒndet.cite-ref-38[38] Diese hat zur Aufgabe, einen Überblick ĂŒber Citizen Science Projekte in Österreich zu geben, die österreichischen Akteure zu vernetzen und die jĂ€hrliche Österreichische Citizen Science Konferenz auszutragen. Ebenfalls seit dem Jahr 2014 ist das Thema Citizen Science auch bei der Jahrestagung der Gesellschaft fĂŒr Ökologie fĂŒr Deutschland, Österreich und Schweiz fest verankert. Im ersten Jahr fand ein Workshop zu Citizen Science statt und seit 2015 gibt es auch eine spezielle Session zu Citizen Science in der Ökologie, bei der Themen wie DatenqualitĂ€t, BiodiversitĂ€tsmonitoring und Wissenschaftskommunikation prĂ€sentiert und diskutiert wurden. Im Juni 2015 wurde vom Bundesministerium fĂŒr Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) das Zentrum fĂŒr Citizen Science bei der OeAD-GmbH eingerichtet.cite-ref-39[39] Das Zentrum ist eine Service- und Informationsstelle fĂŒr Citizen Science, Open Innovation und Responsible Science, dessen Aufgabe es ist, Forschende sowie BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ĂŒber Projekte, Tools, News und Veranstaltungen zu informieren, zu beraten und zu vernetzen. Des Weiteren ist das Zentrum ProgrammtrĂ€ger fĂŒr die Förderinitiative Top Citizen Science,cite-ref-40[40] die vom BMWFW, Wissenschaftsfonds FWF und OeAD initiiert wurde, und vergibt seit 2015 zusammen mit österreichischen Citizen-Science-Projekten jĂ€hrlich Citizen Science Awardscite-ref-41[41] an engagierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.

Seit dem Sommersemester 2016 wird an der UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur Wien eine Lehrveranstaltung zu Citizen Science in der Ökologie angeboten.cite-ref-42[42] Hier sollen Studierende lernen wie ein Citizen Science Projekt gestaltet wird, dessen Ergebnisse in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht werden können. Eine Liste mit weiteren Lehrveranstaltungen mit dem Thema Citizen Science in Österreich findet sich auf der Plattform „Österreich forscht“.cite-ref-43[43]

Schweiz

Im Jahre 1815 wurde in Mornex die Schweizerische Naturforschende Gesellschaft (heute Akademie der Naturwissenschaften Schweiz) gegrĂŒndet. Diese verstand sich in ihren AnfĂ€ngen als offene Organisation, bei der viele BĂŒrger an der Erforschung der Natur beteiligt waren. So wurde beispielsweise im Jahre 1863 mit der UnterstĂŒtzung des Bundes ein schweizweites meteorologisches Beobachtungsnetz aufgebaut, an dem viele Freiwillige beteiligt waren – in den Anfangszeiten waren mehr als die HĂ€lfte davon Lehrer und Pfarrer.cite-ref-44[44] Noch heute ist MeteoSchweiz damit beschĂ€ftigt, Daten aus diesen UrsprĂŒngen der modernen Wettermessung zu digitalisieren und integrieren.cite-ref-45[45] Auch heutzutage können sich Freiwillige an der Erhebung von Daten, die von MeteoSchweiz genutzt werden, beteiligen. So haben phĂ€nologische Beobachtungen unter Beteiligung von Citizen Science ergeben, dass die Hasel durchschnittlich 13 Tage frĂŒher blĂŒht als noch 1951.cite-ref-46[46]

Das im Jahre 1960 initiierte Vogel-Monitoring der Schweizerischen Vogelwarte Sempach ist eines der Ă€ltesten bis heute laufende Projekte. Ein Produkt aus den Beobachtungen ist der Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016.cite-ref-bva2018-47-0[47]

Aufgrund der immer hĂ€ufiger werdenden Citizen Science Projekte – auch außerhalb der PhĂ€nologie, Meteorologie und Artenerfassung – hat die Stiftung Science et CitĂ© 2015 eine vom Bundesamt fĂŒr Umwelt unterstĂŒtzte Analyse zu Citizen Science in der Schweiz veröffentlicht, die einige teilweise schon lĂ€nger laufende Projekte dokumentiert.cite-ref-48[48] Die damals ins Leben gerufenen Plattform Schweiz forscht verzeichnet aktive und abgeschlossene Projekte.cite-ref-49[49] Im Citizen Science Netzwerk Schweiz sind Einzelpersonen und Institutionen miteinander verbunden.cite-ref-50[50] Seit 2021 findet mit CitSciHelvetia alle zwei Jahre eine Schweizer Citizen-Science-Konferenz statt.cite-ref-51[51]

Deutschland

Die Geschichte der BĂŒrgerforschung in Deutschland geht zurĂŒck bis in die 1970er Jahre, als die Umweltbewegung aufkam und viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger begannen, sich fĂŒr Umwelt- und Naturschutz zu engagieren. Diese Bewegung fĂŒhrte zu einem gesteigerten Bewusstsein fĂŒr Umweltfragen und einem wachsenden Interesse an wissenschaftlicher Forschung im Bereich Umwelt und Natur. In den 1990er Jahren wurde die Idee der BĂŒrgerwissenschaft in Deutschland konkreter und es entstanden erste Projekte, bei denen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aktiv an wissenschaftlicher Forschung beteiligt wurden. So grĂŒndete sich beispielsweise 1992 das Projekt "Fledermaus-Online" der UniversitĂ€t Ulm, bei dem BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Fledermausrufe aufnehmen und an die Forscherinnen und Forscher senden konnten.

Seitdem hat die BĂŒrgerforschung in Deutschland kontinuierlich an Bedeutung gewonnen und es entstanden zahlreiche weitere Projekte und Initiativen in verschiedenen Bereichen wie Klimaforschung, Biologie, Medizin und Geowissenschaften. Im Jahr 2014 startete die vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung geförderte Plattform "BĂŒrger schaffen Wissen", welche die Zusammenarbeit zwischen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern und Forscherinnen und Forschern in Deutschland weiter fördern soll.cite-ref-52[52] Das Projekt wird seit 2024 unter dem Namen „mit:forschen!“ weitergefĂŒhrt.cite-ref-53[53] „mit:forschen!“ bietet eine Übersicht ĂŒber Citizen-Science-Projekte in Deutschland, Fortbildungsangebote fĂŒr wissenschaftlich und multiplikatorisch arbeitende Personen, themenspezifische Arbeitsgruppen, einen Newsletter und eine „Expert*innen“-Datenbank ĂŒber die vorhandene Expertise im Citizen Science-Bereich abgebildert wird.cite-ref-54[54]

Beispiele

WĂ€hrend die meisten der bekannten Projekte auf die Citizen Science light Variante entfallen, d. h. sich auf die Mitarbeit von Laien nur an der Datensammlung beschrĂ€nken, können Laien auch mittels verteilter Berechnungen z. B. im Rahmen von Einstein@home an der Entdeckung von Pulsaren mitwirken.cite-ref-55[55] Im Online-Spiel „Foldit“cite-ref-56[56] beispielsweise können Laien selbst Protein-Faltungsstrukturen designen und gar stabilere Formen (z. B. von Fibronectin) finden, die dann wiederum in kostenintensiven Labors an den UniversitĂ€ten synthetisiert werden können (Hand, 2010).

Vereinigte Staaten

Das seit lĂ€ngstem stattfindende Projekt ist das VogelzĂ€hl-Projekt der National Audubon Society, Christmas Bird Count, das im Jahre 1900 begann. Andere bekannte Beispiele sind das Projekt „World Water Monitoring Day“,cite-ref-57[57] NASAs Stardust@home und Clickworkers und das Galaxy Zoo project, eine Vielzahl von Projekten des Cornell Laboratory of Ornithology,cite-ref-58[58] wie zum Beispiel Ebird. Das Projekt „Ebird“ wurde 2002 gestartet. Es ist eine Datenbank, in der Vogelbeobachtungen von Menschen auf der ganzen Welt gesammelt werden. Diese Datenbank dient als wichtige Informationsquelle fĂŒr Wissenschaftler, die das Verhalten von Vögeln studieren.cite-ref-59[59] Weitere Beispiele sind NestWatch,cite-ref-60[60] Project FeederWatchcite-ref-61[61] und Celebrate Urban Birds.cite-ref-62[62] Beim Old Weather Project helfen Laien bei der Transkription von Klimadaten aus US-SchiffslogbĂŒchern ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit Hilfe dieser Daten sollen bessere Klimamodelle erstellt werden.cite-ref-63[63]

Eine wichtige Rolle spielt Citizen Science bei der Entdeckung und Überwachung von biologischen Invasionen. Nicht nur werden eingeschleppte Arten meist von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern entdeckt, oft helfen sie auch bei deren Monitoring. Da invasive Arten sich schnell ĂŒber große Gebiete ausbreiten können, ist eine Überwachung dieser Ausbreitung nur mit Hilfe von AnsĂ€ssigen möglich. Einerseits kann die Untersuchung auf diese Weise kosteneffizient durchgefĂŒhrt werden (dies ist auch ein großer Kritikpunkt an Citizen Science; Aufgaben, die von Behörden durchgefĂŒhrt werden sollten, werden von BĂŒrgern kostenlos gemacht), andererseits fließen auch die Kenntnisse von Ortskundigen ein, die ihre Umwelt genau kennen und so bessere Daten liefern. Ein gut dokumentiertes Beispiel hierfĂŒr wĂ€re ein Monitoring zweier eingeschleppter Krabbenarten an der OstkĂŒste der Vereinigten Staaten.cite-ref-64[64]

Deutschland

In Deutschland gibt es verschiedene Initiativen und Projekte, die sich mit BĂŒrgerforschung befassen. Das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) hat das Projekt "BĂŒrger schaffen Wissen" gestartet, das darauf abzielt, BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bei der wissenschaftlichen Forschung zu beteiligen. Das Projekt umfasst verschiedene Forschungsbereiche, darunter Umwelt, Gesundheit und Technologie.

Ein Beispiel ist das Projekt „StadtNatur“, das vom Leibniz-Institut fĂŒr ökologische Raumentwicklung durchgefĂŒhrt wird. StadtNatur ist ein Citizen-Science-Projekt, das sich auf die Erforschung der Tier- und Pflanzenwelt in StĂ€dten konzentriert. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sammeln Daten ĂŒber die Artenvielfalt in ihren Gemeinden und tragen so dazu bei, ein besseres VerstĂ€ndnis der Umwelt in StĂ€dten zu erlangen.cite-ref-65[65] Direkte Beteiligung am Artenschutz bietet Citizen Conservation, ein Erhaltungszuchtprogramm mit Beteiligung sachkundiger Privathalter.

Weitere Beispiele aus Deutschland sind naturgucker.de oder der MĂŒckenatlas. Ein weiteres ist das seit 2005 durchgefĂŒhrte Projekt „Tagfalter-Monitoring Deutschland“cite-ref-66[66] mit etwa 500 Beteiligten. Seit 2018 gibt es den "Insektensommer"cite-ref-67[67] als bundesweite Mitmachaktion zur Insektenbeobachtung mit mehr als 15.000 Beteiligten. Ein Beispiel fĂŒr ein lokal fokussiertes Citizen-Science-Projekt sind die „StadtteilHistoriker“ in Frankfurt am Main mit 120 Teilnehmern seit 2007.cite-ref-68[68] Ein Projekt mit weltweiter Reichweite ist Blitzortung.org, das ein globales Netzwerk von Messstationen zur Ortung von BlitzeinschlĂ€gen aufbaut und betreibt. Ein Überblick darĂŒber hinaus in Deutschland laufender Projekte findet sich auf der Plattform „BĂŒrger schaffen Wissen“.cite-ref-69[69] Am 1. August 2016 hat das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung ein Programm zur Förderung von bĂŒrgerwissenschaftlichen Vorhaben aufgelegt.cite-ref-70[70] In Baden-WĂŒrttemberg werden von BĂŒrgern Fotos und FundumstĂ€nde von Salamandern direkt an die Landesanstalt fĂŒr Umwelt Baden-WĂŒrttemberg gemailt und dort in Kartencite-ref-71[71] eingepflegt.cite-ref-72[72]

Kulturwissenschaftliche Forschung und kulturdatenorientierte Forschung & Entwicklung z. B. auf Basis offener Transkriptionsprojekte in Wikisourcecite-ref-73[73] und in Hackathons wie Coding da Vincicite-ref-74[74] beinhalten Praktiken bĂŒrgerwissenschaftlichen Engagements.cite-ref-75[75]

Österreich

Beispiele aus Österreich sind die biologischen Projekte „naturbeobachtung.at“cite-ref-76[76], „ornitho.at“cite-ref-77[77] und Stunde der Wintervögelcite-ref-78[78], das BiodiversitĂ€tsmonitoring mit Landwirtencite-ref-79[79], die Meldeplattform von Amphibien und Reptiliencite-ref-80[80] sowie die Sparkling Sciencecite-ref-81[81] Projekte „Viel-Falter“cite-ref-82[82] und „Verborgene Welt der Bakterien“cite-ref-83[83].

Das Projekt Viel-Falter beschĂ€ftigt sich mit der Frage, ob und wie von SchĂŒlern gesammelte Daten ĂŒber das Vorkommen von Schmetterlingen als UnterstĂŒtzung fĂŒr ein dauerhaftes BiodiversitĂ€ts-Monitoring in Österreich herangezogen werden können. Es zeigte sich, dass die von den Schulklassen gesammelten Daten ĂŒber das Vorkommen bestimmter Tagfaltergruppen – trotz fehlender Artbestimmung – wichtige Informationen ĂŒber die QualitĂ€t der untersuchten SchmetterlingslebensrĂ€ume lieferncite-ref-84[84]. Diese erfreulichen Ergebnisse veranlasste das Team das Projekt im Rahmen der Top Citizen Science Initiative mit freiwilligen Schmetterlingsbeobachtern fortzusetzen.

Das Projekt „Verborgene Welt der Bakterien“ hat sich der Entdeckung neuer Bakterienarten und der HeranfĂŒhrung der SchĂŒler an die verborgene mikrobielle Welt gewidmet. Neue Arten wurden in enger Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter des Forschungsinstitutes fĂŒr Limnologie und Schulklassen aus fĂŒnf Gymnasien im Bundesland Salzburg entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Aus diesem erfolgreichen Projekt gingen bisher die wissenschaftlichen Beschreibungen von drei neuen Gattungen und acht neuen Bakterienarten hervor. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler waren an der Isolierung der Bakterien, deren Charakterisierung, Beschreibung und Benennung beteiligt.cite-ref-85[85]cite-ref-86[86]

Im Projekt Roadkill steht die Erfassung und zukĂŒnftige Vermeidung von im Straßenverkehr getöteten Wirbeltieren im Fokus.cite-ref-87[87]cite-ref-88[88]

Auch sozial- und geisteswissenschaftliche Projekte sind in Österreich vertreten wie die Top Citizen-Science-Projekte „Der Partizipationsradar“cite-ref-89[89] und „Unsere vertriebenen Nachbarn“cite-ref-90[90]. Ersteres sammelt politische Mitgestaltungsangebote (z. B. Petitionen oder öffentliche Versammlungen), um eine umfassende Bestandsaufnahme der Partizipationsangebote in Österreich, online wie offline, zu erstellen. Zweiteres erforscht das Leben und Schicksal der jĂŒdischen Bevölkerung Niederösterreichs vor, wĂ€hrend und nach der NS-Zeit.

Schweiz

Die von Science et CitĂ© verantwortete GeschĂ€ftsstelle fĂŒr Citizen Science in der Schweizcite-ref-91[91] betreibt die Plattform Schweiz Forscht, die einen Überblick ĂŒber verschiedene aktuelle Projekte bietet.cite-ref-92[92] Auf der Webseite sind diverse Disziplinen der Geistes- und Naturwissenschaften vertreten. Knapp die HĂ€lfte der Projekte ist im Bereich der Pflanzen-, Pilz und Tierbeobachtung angesiedelt.cite-ref-93[93] Typische Vertreter davon sind PhaenoNetcite-ref-94[94], StadtWildTierecite-ref-95[95], Info Floracite-ref-96[96] und diverse Monitoring-Projekte der Koordinationsstelle fĂŒr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch)cite-ref-97[97].

Weiter sind in den Bereichen Sprache (beispielsweise die DialĂ€ktÄppcite-ref-98[98] oder Categories to Comecite-ref-99[99]) und Gesundheit (beispielsweise das Schweizer Multiple Sklerose Registercite-ref-100[100] der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft oder Food & Youcite-ref-101[101]) viele Projekte vertreten.

Eines der grĂ¶ĂŸten Citizen Science Projekte ist der Swiss Litter Report, eine von 2017 bis 2018 durchgefĂŒhrte Erhebung von Littering-AbfĂ€llen an den wichtigsten GewĂ€ssern der Schweiz.cite-ref-102[102] Die UniversitĂ€t ZĂŒrich und die ETH ZĂŒrich verantworten gemeinsam das Citizen Science Center Zurich, das etliche insbesondere lokale Citizen Science Projekte durchfĂŒhrt.cite-ref-103[103]

Ab 2022 sollen im Rahmen des Citizen-Science-Projekts „ZĂŒrcher Familiengeschichte“ das siebenbĂ€ndige Promptuarium genealogicum von Carl Keller-Escher (1851–1916) transkribiert werden. Darin sind die StammbĂ€ume und Abstammungslinien von ĂŒber 250 historischen ZĂŒricher Familien von Aberli bis Zoller handschriftlich aufgezeichnet.cite-ref-104[104]

Siehe auch
Literatur

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RundfunkbeitrÀge

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‱ Gehirnforschung und Citizen Science, ARD-Alpha Campus Talk vom 8. Januar 2019

Weblinks

Commons

: Citizen science

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: BĂŒrgerwissenschaft

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Citizen-Science-Projekte in Deutschland (Übersicht)
‱ Citizen-Science-Projekte in Österreich (Übersicht)
‱ Citizen-Science-Projekte in der Schweiz (Übersicht)
‱ Citizen-Science:Germany
‱ Zooniverse (Englischsprachige Projekte)

Einzelnachweise

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